Der Spielplan

Folgende Stücke haben wir für diese Saison geplant.

Vincent will Meer (26.10.2019 um 15:00 Uhr) im Harburger Theater

Es war der letzte Wunsch von Vincents Mutter: Noch einmal ans Meer. Deshalb ist Vincent jetzt fest entschlossen, zumindest ihre Asche an die italienische Küste zu bringen. Doch zuerst muss er aus der psychiatrischen Klinik ausbrechen, in die ihn sein Vater eingewiesen hat. Dieser steckt als aufstrebender Lokalpolitiker mitten im Wahlkampf und ein erwachsener Sohn mit Tourette-Syndrom passt nicht zum Bild des erfolgreichen Machers. Zusammen mit der magersüchtigen Marie und dem zwangsneurotischen Alex klaut er das Auto der Ärztin und macht sich auf die Reise nach Italien. Der Aufbruch ins Ungewisse stellt das flüchtige Trio vor große Herausforderungen: Alex fürchtet sich vor Bakterien, Marie vor Nahrung und beide fürchten den Kontrollverlust. So entstehen Momente von großer Zartheit und absurder Komik – aber auch existenzieller Not.
Berührend, witzig und respektvoll erzählt “Vincent will Meer” vom Leben dreier Menschen mit Handicap. Der gleichnamige Kinofilm gewann den Deutschen Filmpreis und war im Erscheinungsjahr die erfolgreichste deutsche Kinoproduktion, für die Schauspieler und Drehbuchautor Florian David Fitz mit dem Bayerischen Filmpreis für das beste Drehbuch ausgezeichnet wurde.

Steife Brise: Morden im Norden (17.11.2019 um 14:00 Uhr) im Imperial Theater

Ein Schrei am Hafen, ein Schuss in der Nacht – Wer wurde diesmal umgebracht? Tod in Altona, Verrat in Eppendorf oder Erpressung in Barmbek: „Morden im Norden“ ist nichts für schwache Nerven.
Drei Verdächtige, ein Toter, ein Ermittler – mehr braucht die Steife Brise nicht für den spannendsten Hamburg-Krimi der Stunde. Die Zuschauer bestimmen Opfer und Todesart, die Schauspieler schlüpfen blitzschnell in ihre Rollen als Kommissar, Komplize, Täter, Serienmörder oder Spurensicherer. Ein Mordsspaß!


Istanbul (8.12.2019/19.01.2020 um 18:30 Uhr) im Theater Lübeck / Kammerspiele

»Guten Tag Istanbul, es ist 20 Uhr. Die meisten deutschen Gastarbeiter kommen aus strukturschwachen ländlich geprägten Gebieten wie Bayern oder Baden-Württemberg. Sie erhoffen sich ein besseres Leben im zur Zeit boomenden Industriesektor der Türkei.« – Wir befinden uns in einer fiktiven Türkei in den 60er-Jahren. Das Wirtschaftswunder nach dem Zweiten Weltkrieg hat nicht in Deutschland stattgefunden, sondern am Bosporus. Hunderttausende von deutschen Gastarbeitern strömen in die Türkei, um Arbeit und eine wirtschaftliche Absicherung zu finden. In "Istanbul" verfolgen wir die Geschichte des Lübecker Arbeiters Klaus Gruber, der sein Glück im fernen Land sucht und zwischen Heimweh, dem Gefühl des Fremdseins, des "Verkehrtseins" und "Ausgeliefertseins", Sprachschwierigkeiten und persönlicher und kultureller Annäherung oszilliert. Wir erfahren von der auslaugenden Arbeit am Fließband und dem Gefühl der Einsamkeit, aber auch von neuen Freundschaften und Liebesverwicklungen. Der Musiker Torsten Kindermann hat die Geschichte mit vielen mal melancholischen, mal ausgelassen-übermütigen Songs von Sezen Aksu – der Königin des türkischen Pops – bereichert. 


Die Dreigroschenoper (22.2.2020 um 19:30 Uhr) im Theater Lübeck / Großes Haus

»Was ist ein Dietrich gegen eine Aktie? Was ist der Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?« – diese provokanten Fragen legt Bertolt Brecht dem legendären Ganoven und Womanizer Mackie Messer in der "Dreigroschenoper" in den Mund. Eine gekonnte Millieuschilderung der Londoner Unterwelt sowie ein kritisch-satirisches Porträt der politischen und gesellschaftlichen Eliten seiner Zeit: Angesiedelt in der Halbwelt der Bettler, Gangster und Prostituierten im Londoner Stadtteil Soho, stehen sich zwei rivalisierende Geschäftsmodelle gegenüber: Da ist zum einen der Unternehmer und "Bettler-König" Jonathan Peachum, der die Agentur "Bettlers Freund" betreibt und seine "Angestellten" nach dem Prinzip der Verwertungsoptimierung möglichst mitleiderregend ausstattet, um den maximalen Profit aus dem schlechten Gewissen der Besserverdienenden zu ziehen. Und da ist auf der anderen Seite die Gangsterbande um Macheath, genannt Mackie Messer, die sich dem Business von Raub und Mord verschrieben hat. Beide fischen im gleichen Teich, und als sich Peachums Tochter Polly hinter dem Rücken ihrer Eltern mit Macheath vermählt, eskaliert der Konflikt . 

Coolhaze (Mai 2020) im Deutschen SchauSpielHaus

Wir befinden uns mitten in den Dreharbeiten zum Actionthriller "Coolhaze". Dem despotischen Erfolgsregisseur schwebt in seiner Adaption von Heinrich von Kleists »Michael Kohlhaas“ ein Machwerk zwischen Kinoblockbuster und niveauvollem Avantgardefilm vor. Für die Titelrolle konnte er Charles Bronson gewinnen, aus Brandenburg wird New York und aus den Pferden zwei Motorräder, die Coolhaze nach New Jersey überführen will. Als der korrupte Polizist Coby Burner, Coolhaze’ Rivale aus der Highschool, die Bikes eigenmächtig konfisziert, wehrt sich der rechtschaffene Gebrauchtwagenhändler so entschieden, dass aus der privaten Fehde ein gnadenloser Feldzug auf den Straßen New Yorks wird. Analog zur Filmhandlung geraten auch die Dreharbeiten aus den Fugen. Der Regisseur inszeniert so rücksichtslos, dass schon nach kurzer Zeit die Atmosphäre vollkommen vergiftet ist. Als er anfängt das gesamte Team zu demütigen, spitzt sich die Lage zu. Wann platzt wem der Kragen? Kommt es zu einem Showdown zwischen Bronson und seinem Regisseur?
Das Herzstück dieser neuen Inszenierung von Jacques Palminger, Rocko Schamoni und Heinz Strunk bildet eine Jazz-Bigband, die im Stil der großen Actionfilm-Soundtracks die Handlung durch den Abend peitscht.

 

Das war die Saison 2018/2019:

Edgar Wallace: Der Frosch mit der Maske (10.11.2018 um 16:00 Uhr)  im Imperial Theater

Der "Frosch mit der Maske" und seine Verbrecherbande terrorisieren seit Jahren London. Die Bande wird "Die Frösche" genannt, weil alle Ihre Mitglieder eine Frosch-Tätowierung am linken Unterarm tragen. Nach der Ermordung des verdeckt ermittelnden Inspektor Genter wird der kauzige Sergeant Elk mit dem Fall betraut. Ihm zur Seite steht Staatsanwalt Richard Gordon. Doch die Ermittler können kaum einen Schritt machen, den der mysteriöse Bandenchef nicht voraussieht. Die Spur führt Dick Gordon und Sergeant Elk zunächst in den verrufenen "Herons Club", dessen Betreiberin Lola Bassano offenbar gute Kontakte zur Unterwelt pflegt…
 

Adel verpflichtet (08.12.2018 um 19:30 Uhr) im Ernst-Deutsch-Theater

Victor wächst in ärmlichen Verhältnissen auf, dabei ist er doch mütterlicherseits ein Spross des berühmten Grafengeschlechts Gascoyne. Seine Lieblingslektüre ist der Adelsstammbaum und akribisch führt er Buch, wenn ein Verwandter das Zeitliche segnet. Bald sind nur noch sieben Erbberechtigte vor ihm und Victor träumt davon, sich Graf Gascoyne nennen zu können, nicht zuletzt, um seiner großen Jugendliebe Sibella zu imponieren. Victor beschließt, dem Glück ein wenig nachzuhelfen, und beseitigt raffiniert und mit viel Fantasie seine Anverwandten. Alles läuft nach Plan: Victor ist jetzt der 13. Graf Gascoyne. Dann wird er eines Mordes angeklagt, den er gar nicht begangen hat. Er findet sich im Kerker wieder und ist dem Henker ausgeliefert, wenn nicht noch ein Wunder geschieht…

Catch me if you can (12.01.2019 um 15:30 Uhr) im Altonaer Theater

Eine Gaunerkomödie at its best ist dieses Musical: mit lässiger Jazz-Musik, actionreichen Verfolgungsjagden und einer raffinierten Geschichte nach einer wahren Begebenheit, die Steven Spielberg 2002 zu seinem für einen Oscar nominierten Film mit Tom Hanks und Leonardo DiCaprio verarbeitet hat.
Der Trickbetrüger Frank Abagnale jr. schafft es, sich über Jahre hinweg Geld zu ergaunern, Frauenherzen zu erobern und seinen ärgsten Verfolgern immer wieder ein Schnippchen zu schlagen, bis er sich ernsthaft verliebt … Es wird live gesungen, getanzt, verfolgt und begleitet von einer großartigen Band.


Soul Kitchen (02.02.2019 oder 09.02.2019 um 19:30 Uhr) im Ohnsorg Theater

Im Leben des Kneipenbesitzers Sino geht alles schief: Seine Freundin Nadine zieht für einen Job nach Shanghai und in seinem eher durchschnittlichen Restaurant herrscht Flaute. Auch die letzten Stammgäste bleiben aus, nachdem er einen Spitzenkoch samt extravaganter Speisekarte engagiert hat. Doch damit nicht genug: Ein Immobilienhai will ihm seinen Laden abluchsen, sein kleinkrimineller Bruder bittet ihn um Hilfe und er selbst erleidet einen Bandscheibenvorfall und ist nicht einmal krankenversichert. Während Sino überlegt, wie er sein Restaurant am besten loswerden kann, bringt eine Band den nötigen "Soul" in den Laden und lockt das Szenepublikum an. Doch das Blatt wendet sich erneut und eine Reihe misslicher Umstände fügen sich zu einem großen Chaos.
Die umjubelte Filmkomödie von Fatih Akin und Adam Bousdoukos ist eine Liebeserklärung an Hamburg. Seit der Premiere der plattdeutschen Bühnenfassung am Ohnsorg-Theater begeistert die Inszenierung das Publikum. 

West Side Story (12.05.2019 um 18:00 Uhr) im Theater Lübeck

Die in die Straßen von New York verlegte Geschichte von Romeo und Julia kombiniert klassische Elemente, Jazz, Rock und südamerikanische Klänge in einem einzigartigen Musical. Die Liebesgeschichte spielt vor dem Hintergrund rivalisierender Jugendbanden: der US-amerikanischen Jets und der puerto-ricanischen Sharks. Tony, der sich von den Jets gelöst hat, lässt sich von seinem Freund Riff, dem Anführer der Jets, überreden, zu einer Tanzveranstaltung zu kommen, bei der auch die Sharks erwartet werden. Dort begegnet er Maria, der Schwester des Shark-Anführers Bernardo. Tony und Maria verlieben sich auf den ersten Blick. Heimlich treffen sich die beiden und Tony verspricht Maria, dafür zu sorgen, dass der bevorstehende Straßenkampf der Banden auf einen fairen Faustkampf beschränkt bleiben wird. Aber Bernardo ersticht Riff und wie im Reflex reißt Tony das Messer an sich, tötet Bernardo und die Tragödie nimmt ihren Lauf...